Für Sekundarschule und Gymnasium

Das Gymnasium steht zurzeit im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die FDP stellt sich voll hinter die Schule. Foto: Ludger Warnke

Nottuln - FDP-Fraktionsvorsitzender Helmut Walter ist empört über Wolf Haase, der die Debatte um das Gymnasium Nottuln angestoßen hat: „Ich frage mich ernsthaft, ob Herr Haase mit dieser Einstellung noch der richtige Repräsentant für unsere Gemeinde ist.“

In die von SPD-Ratsherr Wolf Haase angestoßene Debatte über das Gymnasium hat sich gestern auch die FDP eingeschaltet. Das Geschehen rund um das 25-jährige Jubiläum habe gezeigt, dass das Gymnasium nach wie vor einen Stellenwert in der Gemeinde und auch einen Zuspruch habe, der den Bestand auf absehbare Zeit noch sichere, betont die FDP. „Mir ist vollkommen unverständlich, warum der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzende des Gemeindeentwicklungsausschusses sich gerade jetzt bewogen fühlt, den Untergang des Gymnasiums herbeizureden“, kommentiert FDP-Fraktionsvorsitzender Helmut Walter. „Ich frage mich ernsthaft, ob Herr Haase mit dieser Einstellung noch der richtige Repräsentant für unsere Gemeinde ist.“

Die dargestellte Position entspreche allerdings der SPD-Grundeinstellung, die schon mehrfach den Bestand des Gymnasiums in Frage gestellt habe. „Fragwürdig war in diesem Zusammenhang schon die Zurechtweisung von Eltern aus Buldern durch den Ausschussvorsitzenden Wolf Haase, die ihre Kinder auf das Nottulner Gymnasium schicken und sich nun über die schlechte Verkehrsanbindung beschweren“, erklärt Walter.

Während von der Verwaltung über die Elternvertretung bis zu Schülern und Lehrern alles unternommen werde, die Attraktivität und Qualität des Gymnasiums hervorzuheben, zögen ausgerechnet Ratsmitglieder durch den Ort und versuchten, etwas schlechtzureden, „was für Nottuln ein wesentlicher Faktor der Infrastruktur und für die Gewinnung von jungen Familien von Bedeutung ist“, heißt es weiter.

Die Optimierung der Schülerbeförderung sei gerade erst in diesem Jahr überplant worden. Eine abschließende Einschätzung der Auswirkung sei noch gar nicht möglich. Die Zusammenarbeit mit der Sekundarschule sei nach Einschätzung der Schulleitungen vielversprechend. „Und die Tatsache, dass sich Nottuln nach wie vor und hoffentlich noch lange der Präsenz eines Gymnasiums rühmen darf, ist genauso Alleinstellungsmerkmal wie die an Hochschulen und Universitäten geschätzten Qualitäten des hier vermittelten Wissensspektrums. „Das“, so die FDP, „müsste auch dem ehemaligen Lehrer Wolf Haase bekannt sein.“

Natürlich wisse man heute noch nicht, wie sich die Schullandschaft entwickeln wird. „Gerade die Entscheidungen und politischen Richtungsvorgaben der SPD-Grünen-Landesregierung mit der missglückten Inklusion, der überstürzten G8-Einführung und dem Streben, die Gesamtschule als Einheitsschule zu etablieren, haben der ländlichen Infrastruktur bisher mehr geschadet als geholfen“, so Markus Wrobel, Vorsitzender der FDP Nottuln. „Aber das kann kein Grund sein, sich nicht weiter für unser Gymnasium zu engagieren. Die Nottulner Liberalen glauben weiter daran und stehen nach wie vor für eine funktionierende Schullandschaft in Nottuln mit Sekundarschule und Gymnasium.“

 

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