WN Pressemitteilung: FDP zum Sportstättenkonzept

Der FDP fehlen die Informationen zur finanziellen Lage und den anstehenden Ausgaben. Die Mittel müssten effektiv eingesetzt werden.

 

Auch die FDP nimmt Stellung zum Sportstättenkonzept: „Die Vereine und Ehrenamtlichen in allen vier Ortsteilen leisten viel, ohne dieses Engagement wäre das Leben in Nottuln weniger lebenswert. Damit dies möglich ist, wird eine funktionsfähige Infrastruktur benötigt“, schreibt die FDP. Deshalb sei auf Wunsch der Politik das Sportstättenkonzept vorgelegt worden.

Dieses habe in mehrfacher Hinsicht überrascht. Auf der einen Seite musste mit Schrecken festgestellt werden, wie viele Maßnahmen dringend notwendig sind. Auf der anderen Seite wurde deutlich, dass wichtige Angaben, insbesondere zu den Kosten, noch fehlen.

Die Mitglieder des Rates und der Ausschüsse sind dazu angehalten, verantwortungsvoll mit dem Geld der Nottulner umzugehen. „Hierzu sind detaillierte Informationen nötig, um Entscheidungen mit entsprechender Sorgfalt zu treffen“, so die FDP. Seit Jahren werde auf die zu geringen Reinvestitionen der Verwaltung in die Infrastruktur hingewiesen, jedoch werde weiter von der Substanz gelebt. Durch den stetigen Aufschub von Maßnahmen sei zwar ein Anstieg der liquiden Mittel erreicht worden, die vorhandene Infrastruktur habe jedoch massiv gelitten.

Parallel finde hierzu, neben der fortschreitenden Abnutzung der Sportstätten, ein Werteverzehr in Form der jährlichen Abschreibungen statt, der zu einer Verringerung des Anlagevermögens der Gemeinde Nottuln führt. Hieraus ergibt sich für die FDP der eindeutige Auftrag an die Verwaltung, in den kommenden Haushalten Reinvestitionen oder mindestens Rücklagen in Höhe der Abschreibungen einzuplanen.

Nachdem sich die Versäumnisse der vergangenen Jahre nun offenbaren, stehen Verwaltung und Politik vor der Herausforderung, unter Beachtung aller Bereiche, eine Lösung zu finden. Wie bereits gefordert und beantragt, muss seitens der Verwaltung ein nachhaltiges und ganzheitliches Entwicklungskonzept vorgelegt werden, aus dem für die Politik ersichtlich ist, welche Maßnahmen kurz-, mittel- sowie langfristig durchzuführen sind und welche finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stehen. „Eine Betrachtung einzelner Maßnahmen, ohne dabei alle anderen Aspekte zu berücksichtigen, wäre verantwortungslos.“

Besonders im Hinblick auf die Dringlichkeit einiger Maßnahmen, ist jetzt voreiliger Aktionismus fehl am Platze – hier gilt es, die knappen zur Verfügung stehenden Mittel effektiv einzusetzen und eine sorgfältige Planung vorzunehmen. Es sollte offen in alle Richtungen – ohne gedankliche Schranken – beraten und eine gemeinsame Lösung beschlossen werden. Ob die Lösung nun Kreditaufnahmen, Verschiebung von Maßnahmen, Reparaturen oder Neubau oder eine Mischung aus allem darstellt, das gilt es zu entscheiden.

Gleichwohl sollte allen Beteiligten aus Verwaltung, Politik und Vereinen bewusst sein, dass die nun zu fällenden Entscheidungen Einfluss auf die Arbeit und Möglichkeiten der kommenden Jahre und Jahrzehnte haben werden, damit Nottuln ein attraktiver und zukunftsorientierter Ort für alle Bürger ist und bleibt.

 

 

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