Einkaufszentrum am Netto-Markt

 

„Baurechtlich komplizierte Ausgangslage“

 

Nottuln - Die FDP Nottuln setzt sich für eine schnelle Ansiedlung eines Raiffeisenmarktes im kleinen Einkaufszentrum am Netto-Markt ein. Seit zwei Jahren liegen die Pläne auf dem Tisch. Nach Angaben der Verwaltung ist das Verfahren sehr kompliziert. Von Ludger Warnke

Seit zwei Jahren liegen die Pläne auf dem Tisch, im Einkaufszentrum am Netto-Markt einen Raiffeisenmarkt anzusiedeln. Foto: Ludger Warnke

Seit rund zwei Jahren steht das Ladenlokal des früheren Teakmöbel-Handels zwischen den beiden Discountern Netto und Aldi schon leer. Und ebenso lange ist bekannt, dass die Raiffeisen Steverland eG an dieser Stelle an der Appelhülsener Straße gern einen Raiffeisenmarkt ansiedeln möchte. Seit gut zwei Jahren läuft deshalb ein planungsrechtliches Verfahren, das in der öffentlichen Wahrnehmung aber nicht so richtig voranzukommen scheint. Diesen Eindruck hat auch die Nottulner FDP gewonnen. Erst recht nach einem Gespräch mit der Steverland eG. Die FDP hat daher einen „Dringlichkeitsantrag“ bei der Bürgermeisterin eingereicht. Danach soll die Gemeinde umgehend alles Notwendige veranlassen, damit das Bauvorhaben der Steverland realisiert werden kann.

 

Im Schreiben an die Bürgermeisterin verweist FDP-Fraktionsvorsitzender Helmut Walter darauf, dass die Genossenschaft nach eigenen Angaben in Senden ein Vorhaben mit weit schwierigeren baurechtlichen und technischen Begebenheiten nach eindreiviertel Jahren habe realisieren können. Walter: „Vor diesem Hintergrund ist es sehr unbefriedigend, dass das Vorhaben in Nottuln auch nach über zwei Jahren noch nicht positiv beschieden werden kann.“

 

Der FDP-Antrag hat in der Verwaltung Verwunderung ausgelöst. Der implizierte Vorwurf, die Gemeinde kümmere sich nicht ausreichend darum, stößt auf energischen Widerspruch. „Hier wird nichts liegen gelassen“, betonte Fachbereichsleiter Jonas Sonntag im WN-Gespräch. Die Verwaltung habe kein Interesse daran, Leerstand zu bewahren.

 

Sonntag wies darauf hin, dass man sich in einem laufenden Verfahren mit einer „baurechtlich komplizierten Ausgangslage“ befinde. Zu Details könne er aus Datenschutzgründen nichts sagen. Mitteilen könne er aber, dass die Gemeinde mit allen Beteiligten schon mehrere Gespräche geführt habe. Mit dem Kreis Coesfeld als Baugenehmigungsbehörde stehe man in enger Abstimmung. In der nächsten Woche habe man einen weiteren Termin beim Kreis Coesfeld, um in dieser Angelegenheit voranzukommen.

https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Nottuln/3646387-Einkaufszentrum-am-Netto-Markt-Baurechtlich-komplizierte-Ausgangslage